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Die spanische Invasion und Kolonialherrschaft

Die spanische Invasion ging schnell von statten. 1530 kam Pizarro in San Mateo in der Nähe der Bucht von Manabí mit 180 Mann und 27 Pferden in Ecuador an.

Zahlenmäßig waren die Spanier den indigenen Einwohnern weit unterlegen, aber mit ihren Kanonen, die den Einheimischen Angst einflößten, da sie dachten es seien gottähnliche Gebilde, sorgten die Spanier für Terror und Furcht. Der Eroberungskrieg dauerte über zwei Jahre im Dschungel und in den Anden. Im Jahr 1532 fand ein Treffen zwischen dem Inka Atahualpa und dem spanischen Eindringling Pizarro statt. Doch statt zu verhandeln nahm Pizarro Atahualpa und seine Männer gefangen. Man gierte nach Gold und wollte Atahualpa gegen ein Lösegeld, das ein Zimmer in seinem Gefängnis voller Gold füllen würde, freilassen. Atahualpa befahl seinen Männern das Gold zu beschaffen und gab sogar noch mehr dazu. Insgesamt waren dies 24 Tonnen an Gold und Silber. Erst mal das Gold und Silber in seinen Händen ließ Pizarro unter dem Vorwand, dass Atahualpa sich nicht zum Christentum bekennen wollte, bestialisch ermorden.

Benalcázar, Pizarros Stellvertreter stieß vom heutigen Piura in Perú nach Norden. In Cañar stieß er auf die Truppen Rumiñahuis, einem General Atahualpas, der dort das Sagen hatte. In der Schlacht von Tiocajas (Provinz Chimborazo) wurden erstmals die spanischen Pferde getötet, die man bislang für monströse Wesen hielt.

Die Schlacht ging schlecht für Rumiñahui aus, Benalcázar verfolgte ihn, der eine verbrannte Erde hinterließ. Benalcázar gründete zwei Städte: Santiago und San Francisco. Nach mehreren Verlegungen wurden es die heutigen Städte Guayaquil und Quito. Rumiñahui wurde beim Vulkan Rumiñahui festgesetzt und nachdem er den Verbleib des sagenumwobenen Inkagoldes (Eldorado) nicht verriet, gefoltert und hingerichtet.

Seitdem ist Rumiñahui der letzte Kazike im Kampf gegen die Spanier noch heute Sinnbild für den indigenen Widerstand.

Die spanische Quito wurde am 6. Dezember 1534 auf den Ruinen der Inkas und Caras als San Francisco de Quito gegründet. Die spanische Invasion wurde 1549 vollendet. Bis heute gib es nur wenige Zeugnisse der Inkas – mal von Ingapirca abgesehen. Quito wurde nun von Lima aus regiert, der Hauptstadt der Vizekönigreichs Perú. Erst 1563 gewann man durch die Schaffung der Real Audiencia de Quito mehr Autonomie, da man nun direkt mit Madrid verhandelte und nicht mehr über Lima gehen musste.

Quito prosperierte und wuchs. Die berühmte Schule von Quito zeugt von den phänomenalen Kunstfertigkeit der indianischen Künstler, die zum Christentum konvertiert sind und von nun an christliche Skulpturen fertigten. Caspicara war einer der berühmtesten Künstler seiner Zeit. Seine Werke sind heute in den wichtigsten Kirchen zu betrachten. Kirchen und weitere Gebäude wurden mit einer Mischung aus indigener und spanischer Kunst dekoriert. Die Wirtschaft wurde mit einer neuen Landwirtschaft aus Europa angekurbelt, doch das Ganze hatte eine Schattenseite: Die Einheimischen waren zu Fremden im eigenen Land geworden. Das Latifundienwirtschaft (Bewirtschaftung eines Großgrundbesitzes durch abhängige Bauern) sorgte für erste Indianeraufstände ab dem 18. Jahrhundert.

 

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