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Die vorinkaische Zeit

Wie wir bereits wissen wurde das Gebiet des heutigen Ecuadors bereits weit vor den Inkas und den spanischen Eroberern besiedelt.

Es wird angenommen, dass die ersten Menschen, die den amerikanischen Kontinent besiedelten, asiatische Nomaden waren, die über die Beringstraße von Asien nach Amerika marschierten und im Laufe der Jahrhunderte von Nord- nach Südamerika wanderten, bis sie ca. 12.000 v. Chr. im ecuadorianischen Staatsgebiet Fuß fassten. Es gibt gegenläufige Auffassungen, die davon ausgehen, dass es bereits Menschen in der Region gab, die über die östlichen Gebiete des heutigen Brasilien nach Ecuador kamen – und das bereits vor 30.000 Jahren. Man geht davon aus, dass mehrere tausend Jahre nach der asiatischen Völkerwanderung polynesische Seefahrer den Sprung über den Pazifik wagten und an die Westküste Südamerikas gelangten. Wer nun woher kam, lässt sich bis heute nicht mehr so genau deuten, Fakt ist jedoch, dass der erste feste Beweis für die Anwesenheit von Menschen in Ecuador aus der Steinzeit stammt. Es wurden Werkzeuge gefunden, die auf das Jahr 9000 v. Chr. datiert wurden. Eine weiterentwickelte Kultur war die von Valdivia (Provinz Santa Elena) und deren Funde wurden auf rund 3200 v. Chr. datiert. Kleine Figuren und Keramikartefakte kann man in den Museen von Quito und Guayaquil bewundert werden.

Der renommierte ecuadorianische Archäologe Emilio Estrada stellte die Theorie auf, dass die Menschen der Valdivia-Kultur von der Insel Kyushu in Japan stammen könnten. Er begründet dies mit der Ähnlichkeit der Tonfiguren der Menschen aus Valdivia mit den japanischen Buddhafiguren. Außerdem wurden in Valdivia die Häuser mit geschwungenen Dächern und Zickzacklinien gebaut, die so aussehen wie die Pagoden aus dem fernen Japan. Diese Theorie ist bis heute heftig diskutiert und bedarf weiterer Beweise.

Der Tempel von Real Alto wurde in der Zeit um 1500 v. Chr. gebaut. Dies ist der markanteste Anhaltspunkt für diesen Zeitraum. Es folgt die Tolita-Kultur für einen Zeitraum von etwa 300 v. Chr. bis ca. 700 n. Chr. Die Tolita-Kultur zeichnet sich dadurch aus, dass deren Menschen sich auf die Verarbeitung von Metallen und Gold gewidmet haben. Sie siedelten an der Nordküste Ecuadors und der Südwestküste Kolumbiens an. Bis heute ist die Goldmaske, die wohl eine Sonnengottheit darstellt, Symbol für den kulturellen Reichtum Ecuadors und das Logo der Zentralbank.

Es folgt die Manta-Kultur von 500 n. Chr. bis 1500 n. Chr. Die Manta-Kultur siedelte im Gebiet der heutigen Provinz Manabí. Ihre Stärken lag vor allem daran, dass sie Objekte in Silber, Stein und Keramik fertigte. Sie verbesserten die Handhabe von Gold und begann die Nutzung von Baumwolle für Textilien. Es gibt Hinweise, dass die Menschen der Manta-Kultur ihre Produkte sowohl an den Küsten Zentralmexikos als auch an den Küsten Zentralperus anboten und somit Kontakt mit deren Völkern hatten.

Im Hochland stammen historische Details aus dem Jahr 1000 v. Chr. als der Stamm der Caras eine Konföderation mit den Stämmen der Caranquis, Panzaleos und Puruhaes eingingen.

Im südlichen Ecuador waren wohl die Cañaris, die bis heute überlebten, die mächtigste Kultur. Ab 1300 n. Chr. schlossen sie sich dem Nordbund an und schafften somit eine ethnische Herrschaft, die bis zur Ankunft der Inkas andauerte.

 

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