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Azuay

Derzeit hat Azuay eine Fläche von ca. 8230 km² und grenzt im Norden an Cañar, im Süden an Loja, im Osten an Morona-Santiago und im Westen an Guayas. Hauptstadt ist die wunderschöne Stadt Cuenca, die zurecht ein Weltkulturerbe ist.  Cuenca ist voller vorinkaischer und Kolonialgeschichte. Man spürt den Hauch der Geschichte noch immer in den engen Gassen, beim Besuch der Kirchen und den Ruinen und Museen.

Die Provinz beinhaltet die Senken von Paute und Jubones. Zahlreiche wichtige Flüsse durchlaufen die Provinz, wie etwa der Machángara, de Tarqui, der Gualaceo, der Yanuncay, der Azogues und natürlich auch der Paute sowie der Jubones.

Azuay besitzt zwar keine schneebedeckten Gipfel, dennoch sind einige nennenswerte Erhebungen in der Provinz. Da wären der Cerro Patul (4163m), der Soldados (4137m), der Patacocha (3900m), der Picacho (3849m), der Allcuquiro (3622m), der Shingata (3500m) und der Tinajillas mit 3424m.

Es gibt drei Klimazonen in Azuay: zum einen die kalten Zonen der Hochebenen, im Tal von Cuenca, Sigsig, Girón und Gualaceo sind die Temperaturen gemässigt und im Tal von Yunguilla und dem Westteil der Provinz hat man schon tropische Klimazonen.
Früher war Azuay sehr landwirtschaftlich geprägt. So wurden vornehmlich Zuckerrohr, Mais, tropische Früchte, Äpfel, Birnen und Pfirsiche angebaut und natürlich seit jeher auch die Tojilla Palme  aus welcher man die berühmten Panamahüte herstellte. Seit ein paar Jahren jedoch ergänzte man die herkömmlichen Produktionsketten  mit Möbelindustrien, Keramikkunsthandwerk und Reifenherstellung, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in der Region führte.

Im Norosten der Provinz in der Nähe der Provinzen Cañar und Morona-Santiago ist das Wasserkraftwerk Paute, das dem Land 1,2 Mio KW Strom liefert.

Geschichte

Azuay bedeutet in der Cañari-Srpache Schnaps/Regen des Himmels. Es besteht aus den Wörtern Azu (Schnaps/Regen) und dem Suffix ay, was so viel wie "vom Himmel" bedeutet.

In Azuay war der historische Sitz der großen Cañari-Kultur. Canaris waren mutige Leute, die ihre Freiheit liebten: Sie waren gegen die Eroberung in jeder Hinsicht. Erst die Inkas siedelten in ihrem Gebiet und gründeten die Stadt Tomebamba. Wiege des Inkas Huayna Capac, dem berühmtesten Inkas im XVI. Jahrhundert.

In alten Aufzeichnungen wird vom Azuay Distrikt gesprochen. Dieser Disktrikt umfasste die Regionen Cuenca und Loja.

Während der Kolonialzeit war dies eine enorme Region - sowohl zivil als auch kirchlich. So umfasste das Gebiet nach der Gründung der Diözese Cuenca im Jahr 1777 den kompletten südichen Teil Ecuadors, einen Teil der Provinzen Chimborazo und Guayas, sowie das komplette Amazonasgebiet.

Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit wurde das Gebiet offiziell Süddistrikt (Distrito del Sur) genannt und während der Zeit von Großkolumbien, war es ein eigenes Departement mit Cuenca als Hauptstadt. Als am 3. November 1820 die Unabhängigkeit verkündet wurde, sprach man von der "Unabhängigkeit der Azuay Provinzen" und so wurde Cuenca genauso wie Quito und Guayaquil, Grundlage für die Aufteilung der Territorialpolitik in der neuen Republik.

Traditionell nannte man die Provinzen Azuay und mit ihr Cañar, Loja, El Oro und den Südosten Austroprovinzen. Heute beinhaltet der Austro die Provinzen Azuay, Cañar und Morona Santiago, während der Süden die Provinzen Loja und Zamora Chinchipe wären.

Das heutige Azuay bildet sich 1880, als sich Cañar abspaltet und eine eigene Provinz mit der Hauptstadt Azogues wird.

Geographische Lage

Sehenswürdigkeiten

  • Stadt Cuenca (Weltkulturerbe)
  • Nationalpark »El Cajas«
  • Amaru Zoo
  • Historisches Zentrum von Cuenca
  • Stadt Gualaceo
  • Thermalbäder in Baños
  • Schutzwald Aguarongo
  • Die Schlucht am Tomebamba Fluss
  • Neue Kathedrale "La Inmaculada"
  • Stadt Chordeleg
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