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Geschichte

Ecuadors Geschichte ist so vielfältig wie das Land selbst. Obwohl Ecuador so klein ist, kann es kulturell und geschichtlich mit den Nachbarländern mithalten. Zwar haben wir kein Goldmuseum wie in Bogotá und auch kein Machu Picchu wie in Perú, aber dafür haben wir andere Dinge, die diese Länder nicht vorweisen können und wofür man uns bis heute beneidet. Ecuadors Schüler müssen alle diese Dinge lernen und in sofern ist es nicht verwunderlich, dass sie die europäische Geschichte weniger gut kennen. Zumal in Spanien noch immer von der „Entdeckung Amerikas“ in den Schulen erzählt wird. Unser Kontinent musste nicht entdeckt werden, es gab bereits vor den spanischen Invasoren hochentwickelte Kulturen, die ihresgleichen suchten. Das möchten wir doch gerne unterstreichen, da auch in deutschsprachigen Geschichtsbüchern die spanische Sichtweise dargestellt wird. Wir reden viel mehr von der spanischen Invasion, die eine Zäsur in unsere Geschichte brachte, die bis heute anhält und viele der aktuellen Probleme gründen sich in den Überfall der Spanier auf unsere Kulturen. Um Lateinamerika und Ecuador zu verstehen ist es wichtig seine Geschichte zu verstehen. Die kulturellen Unterschiede der Volksgruppen und die ewige Unterdrückung über die Jahrhunderte, lassen die indigenen Bevölkerungsgruppen immer wieder gegen das System auflehnen – selbst in demokratischen Zeiten bis heute.

 

Vorinkaische Zeit

Bereits vor den Inka gab es nennenswerte Kulturen im Gebiet des heutigen Ecuadors. 6000 v. Chr. waren schon Siedler, die sich an der Pazifikküste ansiedelten. Die ältesten Kulturen Amerikas findet man in Ecuador!

 

Das Inkaimperium

Ecuador war Teil des berühmten Inkaimperiums. Doch auch für die Inkas lief nicht alles glatt. Bei weiten nicht alle im Gebiet des heutigen Ecuadors angesiedelten Stämme ließen sich einfach so in das Inkaimperium integrieren. Bis das Gebiet komplett assimiliert war, dauerte es seine Zeit.

 

Invasion und Besatzung

Die Spanier brachten eine gewaltige Zäsur in die Geschichte Ecuadors. Der Zerfall des Inkaimperiums und die neue Religion, die mit Gewalt eingeführt wurde, taten ihr übriges. Ecuador war Teil einer Gewaltherrschaft und seine Bürger waren letztlich nur Sklaven und Diener der fremden Herren.

 

Die Republik

Es waren Nachfahren spanischer Familien, die in Lateinamerika geboren sind, die sich für die Unabhängigkeit einsetzten und die spanische Herrschaft beendeten. Ecuador wurde Teil eines Traums des Befreiers Bolívar, dieser wurde jedoch aufgrund von Gegeninteressen zerstört und somit wurde Ecuador 1830 eigenständige Republik.

 

Das 20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert war gekennzeichnet von mehreren Militärputschen und immer wieder den Versuch Marionettenregierungen zu implementieren und zu festigen. Dabei war der politische Kampf zwischen Liberalen mit einem humanen Ansatz und Konservativen mit einem wirtschaftlichen Ansatz immer wieder vorherrschend. Erst 1979 kehrte man zur Demokratie zurück, ruhiger wurde es dennoch nicht.

 

Die Aktualität

Erst als 2006 der aktuelle Präsident Rafael Correa demokratisch gewählt wurde, begann ein neuer demokratischer Wandel, der seinesgleichen in der Region sucht. Während man in Venezuela mit markanten Sprüchen vom Sozialismus des 21. Jahrhundert spricht, glänzt Ecuador mit hervorragenden Wirtschaftszahlen. Correas Bürgerrevolution brachte nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern auch weitere demokratische Reformen. Trotz seiner Kritiker ist er weiter unangefochten der beste Präsident, den Ecuador jemals hatte.

 

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